• Daniel Lehner

Nachtigall, die berühmteste Sängerin der Vogelwelt


Nach einem langen Rückflug aus Afrika ist eine Nachtigall anfangs Mai, im kleinen Waldstück bei der Autobahn (siehe Kartenausschnitt), bei uns in Gränichen eingetroffen.

Bei uns in Gränichen! Eine Sensation! Ihren Gesang hört man schon von weitem. Die Männchen locken damit Weibchen an, die mehrere Tage nach ihnen aus den afrikanischen Winterquartieren zurückkehren. Trotz des Namens hören wir ihren lauten, melodischen Gesang auch morgens oder abends. Aber warum singen sie auch nachts? Nachtigallen sind sogenannte Nachtzugvögel. Die Weibchen hören den Lockruf beim Überfliegen eines Gebietes, in dem sich ein Männchen befindet. Nach der Paarung hört der Nachtgesang auf.

Die Nachtigall bevorzugt dichtes Unterholz, sucht ihre Nahrung am Boden und baut ihr Nest gerne in Brennnesselnplätzen oder unter einem Strauch am Waldrand.

Ob sie in dieser Brutzeit bei uns bleiben wird, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht, hoffen aber, dass dieses Männchen ein Weibchen findet und sie zusammen Junge aufziehen werden.

Von den beiden parallel verlaufenden Radwegen Richtung Suhr kann ihr Gesang deutlich ausgemacht werden. Um Störungen zu vermeiden, bitten wir, das bezeichnete Waldstück möglichst nicht zu betreten. Vielen Dank.

Audio: Gesang der Nachtigall (27sec)

#Nachtigall

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© 2018 Diana Egger NVG