• Sandra Heller

Gränichen blüht auf!

Jetzt ist die Zeit, in der die Bäume im Wald, auf den Feldern und in den Gärten wieder austreiben. Blüten und Blätter kommen zum Vorschein und der Wald wirkt langsam wieder grüner. Haben Sie sich bei Ihrem letzten Spaziergang durch Gränichen – im Siedlungsgebiet oder im Wald – gefragt, welches jetzt schon wieder die Fichte und welches die Tanne ist? Oder wie Sie Bäume anhand des Stammes unterscheiden können?

Hier sehen Sie anhand von einigen Fotos aus Gränichen sowie ein paar Tricks, wie Sie die Bäume unterscheiden können.


Fichte (Rottanne) und Tanne (Weisstanne)

  • Bei der Fichte sind die vierkantigen Nadeln rund um den Zweig herum angeordnet, bei der Tanne sind die flachen Nadeln nur zweiseitig vom Zweig abstehen und sie haben unten einen weissen Streifen (~Weisstanne).

  • Der Stamm der Tanne hat eine weissgraue Borke, wohingegen die Fichte eine rötliche Borke hat (~Rottanne).

  • Da Fichten oft angepflanzt wurden und teils auch immer noch werden finden Sie tendenziell mehr Fichten als Tannen in unserem Wald.

  • Übrigens, der Ausdruck Tannenzapfen ist nicht ganz korrekt. Bei der Tanne zerfällt der Zapfen, wenn er noch am Baum ist und die einzelnen Schuppen fallen auf den Boden. Die ganzen Zapfen am Boden stammen von der Fichte. Es müsste also eher Fichtenzapfen heissen.

Föhre

  • Die Föhre ist ebenso ein Nadelbaum, den Sie bei uns im Wald sehen. Sie steht oft alleine, da die Bäume um sie herum bereits geerntet wurden. Damit erhofft man sich eine natürliche Verjüngung der Föhre sowie einen Wertholzzuwachs des Föhrenholzes.

  • Ebenso ist die Föhre anspruchslos, sie wächst daher an Orten, wo es für andere Baumarten zu trocken oder zu nass ist oder es nur wenige Nährstoffe hat.

  • Ihre Borke am Stamm ist rötlich, graubraun und da sie rissig ist fällt sie oft ab.

  • Wenn Sie einen Zweig der Föhre sehen, werden Sie erkennen, dass immer zwei Nadeln als Bündel wachsen.



Kirsche, Birne und Apfel

  • Diese Laubbäume wachsen oft auf Feldern, in Gärten aber auch am Waldrand und im Wald. Von weitem ist es meist nicht einfach, sie zu unterscheiden. Als Tipp: Ein Apfelbaum hat oft die Form eines Apfels, ein Birnenbaum die Form einer Birne und der Kirschbaum hat Ringe am Stamm.

  • Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Zeitpunkt des Blühens. Der Kirschbaum blüht bevor er Blätter hat. Beim Birnen- und beim Apfelbaum kommen die Blüten gleichzeitig oder nach den Blätter. Die Blüten des Apfelbaumes sind innen weiss und werden gegen aussen etwas rosafarben, beim Birnenbaum und auch beim Kirschbaum sind die Blüten nur weiss.

  • Die Blätter vom wilden Birnenbaum sehen eher hellgrün und glänzend aus und sie sind breit-oval bis eiförmig. Die Blätter vom Holz-Apfelbaum sind ebenfalls breit-oval bis eiförmig, scheinen aber etwas dunkler grün und sie sind (im Gegensatz zum wilden Birnenbaum) nie behaart.


Fotografien vom NVG

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© 2018 Diana Egger NVG