Kleine Tiere – grosse Mäusejäger

Ende Winter, wenn kein Schnee liegt, sind Hermeline dank ihrem noch weissen Winterfell gut sichtbar. Die Männchen machen sich auf die Suche nach Weibchen und können mehrere Kilometer zurücklegen. Sie folgen gern Deckung bietenden Strukturen entlang der Gewässer in der Kulturlandschaft. Gelegentlich sind Hermeline in den Wiesen in der Umgebung der Wyna zu beobachten.


Foto Hermelin mit Maus

© Marcel Ruppen, www.vogelbilder.ch


Das Hermelin gehört zusammen mit dem Mauswiesel zu den kleinsten einheimischen Raubtieren. Beide Arten werden auch als Wiesel bezeichnet. Das Hermelin hat eine schwarze Schwanzspitze und im Winter wird sein Fell weiss. Das Mauswiesel hat einen kurzen Schwanz und seine Körperoberseite bleibt das ganze Jahr braun.


Wiesel haben sich auf die Jagd von verschiedenen Wühlmausarten spezialisiert. Sie brauchen 1–2 Mäuse täglich. Diese jagen sie vorwiegend unterirdisch in deren Gängen, im Winter auch oft unter der Schneedecke. Und wenn sie sich an der Oberfläche halten, nutzen sie jede Deckungsmöglichkeit, wie Hecken, Gebüsch, ungemähte Böschungen, Säume und Altgrasstreifen. Sie führen ein sehr verborgenes Leben. Zum Überleben sind sie auch auf mehrere Unterschlüpfe angewiesen, wie Ast- und Steinhaufen oder Natursteinmauern. Dort können sie sich zurückziehen und geschützt vor Feinden ausruhen. In sicheren Verstecken ziehen sie auch ihre Jungen auf. Zu ihren Feinden gehören Greifvögel, Eulen, Graureiher, Störche und Füchse.


Für die Landwirte ist es von grossem Nutzen, wenn diese tüchtigen Mäusejäger in ihrer Umgebung vorkommen. Dazu brauchen Wiesel aber reich strukturierte, vernetzte Wiesen und Weiden. Nur so können sie in einem Gebiet leben und sich erfolgreich fortpflanzen.


Mehr Informationen finden Sie auch hier: http://wieselnetz.ch/de/


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