• Diana Egger

Regiotreff in Oberkulm

Die Natur- und Vogelschutzvereine vom Wynental treffen sich jährlich einmal zu einer Exkursion und zum gemütlichen Austausch. In diesem Jahr war der Austragungsort in Oberkulm. Am 13. Juni trafen sich acht Vereine zur Besichtigung des Bio-Knospen-Bauernhofs der Familie Gautschi.


Start war beim Schulhaus in Oberkulm. Nach einer kurzen Instruktion, machten wir uns auf, natürlich im Abstand von 2 Metern, zum Startpunkt bei der Grube. Unterwegs durften wir den Falkenkasten an der Landi bewundern, der in schwindelerregender Höhe angebracht ist. Er war besetzt und es flogen emsige Eltern rein und raus und brachten Futter.


Wir liefen weiter zu Grube und wurden dort von Christoph Gautschi in Empfang genommen. Er ist seit vielen Jahren passionierter Biobauer und er konnte uns vieles direkt vor Ort zeigen und viel Interessantes berichten. Wir konnten verschiedene Wiesen begutachten, eine GPS-Wiese, eine Fromentalwiese und eine Magerwiese.


Die GPS-Wiese wird im Spätherbst angesäht und behält die Winterfeuchte. Sie dient als Futtermittel für die Kühe. GPS steht hierbei für Ganzpflanzensilage. Sie enthält viele verschiedene Pflanzen und ist ein spezieller Eiweisslieferant (Hafer, Eiweisserbse, Futterweizen, etc.).


Die Fromentalwiese ist in der Schweiz leider sehr selten geworden. Sie ist besser bekannt unter dem Namen 'Blüemliwiese', da sie sehr viele Wiesenblumen beinhaltet. Sie ist ökologisch sehr wertvoll, der Ertrag für die Landwirschaft leider sehr gering. Sie wird deshalb auch subventioniert. Die Besucher freuten sich jedenfalls sehr über die grosse Artenvielfalt die wir antreffen konnten.


Magerwiesen zählen zu den artenreichsten Wiesentypen überhaupt. Auf einem Quadratmeter Wiesenfläche können über 50 Pflanzenarten vorkommen! Wir sind in Oberkulm der aufrechten Trespe, dem Klappertopf, dem Zittergras, dem Wundklee und vielem anderen begegnet.

Nach der Führung draussen, durften wir auf dem Hof der Familie Gautschi den Melkroboter bewundern. Die Kühe können selbständig nach Bedarf in eine Melkbox und werden natürlich mit einem 'Guteli' belohnt. Ein Roboter(arm) und die Technik machen den Rest.


Danach gings zum gemütlichen Teil. Danke Oberkulm! Es war toll!


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