• Sandra Heller

Zurück aus der afrikanischen Savanne!


Fotos: Marcel Zihlmann


Der Neuntöter


Wanderung

Mitte Mai sind die ersten Neuntöter - nach einer Flugstreck von 8'000 bis 10’000 Kilometer - bei uns in Gränichen (Tüele und Fuude) eingetroffen. Der Neuntöter ist ein Langstreckenzieher. Sein Winterquartier liegt fast ausschließlich südlich des Äquators in der ausgedehnten afrikanischen Savanne. Der Zug vollzieht sich ausnahmslos nachts. Am Tag rasten die Vögel und suchen nach Nahrung. Neuntöter fliegen nicht im Verband, sondern einzeln. Ende August bis Anfang September beginnt der Wegzug aus dem Brutrevier.

Lebensraum (Habitat)

Der Neuntöter benötigt halboffene, reich strukturierte Landschaften und ein Netz von Hecken und magerer Vegetation mit einem grossen Angebot an Insekten als Nahrung.

Brutgeschäft

Als Neststandort werden Schwarz- und Weissdorn, Wildrosenbüsche und Brombeerwirrnis bevorzugt. Innerhalb von 4 bis 6 Tagen wird das Nest von beiden Partnern gebaut. Das Männchen sucht das Nistmaterial, während das Weibchen den eigentlichen Nestbau übernimmt. In den ersten Tagen sorgt fast ausschliesslich das Männchen für die Ernährung des Weibchens und der Jungen. Weitere Fakten zu den einzelnen Brutabschnitten können dem Steckbrief (siehe unten) entnommen werden.

Jagdtechnik

Neuntöter sind Ansitzjäger. Sie beobachten ihre Beute aus einem erhöhten Aussichtspunkt und schlagen blitzschnell zu. Haben sie die Beute ergriffen, so begeben sie sich wieder an ihren Ausgangspunkt zurück. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und deren Larven. Gelegentlich werden auch Reptilien und kleine Nagetiere erbeutet.

Fotos: Dani Lehner

Text: Dani Lehner

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