Ausflug NVG zum Birdlife Naturschutzzentrum Klingnau
- Nadia Verga
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
06.06.2026
Bei schönem Wettter und angenehmen Temperaturen macht sich am Morgen des 6. Juni 2026 eine Gruppe von zehn Erwachsenen und drei Kindern auf den Weg ins Birdlife Naturschutzzentrum Klingnau. Bei Gipfeli und Kaffee darf man zuerst mal ankommen, bevor Zentrumsmitarbeiterin Julia von der Entstehung dieses kleinen Naturjuwels inmitten der Industrie Klingnaus vor zehn Jahren berichtet.
Als Nächstes geht es gleich zum Revier der Eisvögel. Die Bevölkerung hat den Eisvogel zum Vogel des Jahres 2026 erkoren; Birdlife möchte mit der Wahl eines Bewohners der Fliessgewässer auf diesen wichtigen Lebensraum aufmerksam machen. Die Sichtung der turtelnden Eisvögel im Naturschutzzentrum ist denn auch ein Highlight dieses Morgens – ein Teil der Gruppe darf sogar dabei sein, als es zwischen den beiden so richtig zur Sache geht! Während die eine Hälfte der NVGler die Eisvögel beobachtet, löst die andere ein Quiz über diese wunderschönen Vögel und lernt dabei viel Neues.
Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt, können zahlreiche Libellenarten, Frösche und Eidechsen beobachtet werden, welche sich in der kleinen Auenlandschaft angesiedelt haben.
Fast wie in einem Krimi spielt sich eine Szene am Ende des Rundgangs an einem Teich ab: ein gut getarnter Wasserfrosch nähert sich kaum merklich einem Libellenpärchen, das gerade mit der Eiablage beschäftigt ist. Als die beiden abheben wollen, schlägt der Frosch zu und schnappt sich das Libellenweibchen. Auch die faszinierten Zuschauer schnappen kurz nach Luft…
Viel Zeit zum Verdauen bleibt nicht, denn der nächste Programmteil folgt sogleich: Julia hat Fotos von Vögeln auf einem Tisch ausgelegt und Kärtchen mit Sätzen verteilt, welche dabei helfen sollen, Vogelstimmen zu erkennen. Welcher Vogel pfeift einem wohl «Du Kuh, du!» nach? Die Aufgabe ist nicht ganz einfach, aber der eine oder andere Satz wird sicher hängen bleiben.
Anhand eines riesigen aufklappbaren 3D-Buches, welches den Flusslauf der Aare beim heutigen Stausee über die Jahrhunderte hinweg abbildet, erläutert Julia, wie die einstige Auenlandschaft im Laufe der Zeit durch Menschenhand verändert worden ist und welche Einflüsse das auf die Tierwelt gehabt hat. Heute ist das von Schilf bewachsene Gebiet geschützt und wird aktiv in seiner Form erhalten.
Die Tour führt nun aus dem Zentrum hinaus an den Stausee, wo man auf einem Beobachtungsturm einen herrlichen Ausblick auf die Landschaft hat und diverse Wasservögel beobachten kann.
Diese Gelegenheit wird aktiv genutzt und die Freude ist gross, auch seltenere Exemplare – wie den Brachvogel und die Uferschnepfe - zu entdecken, dank Ferngläsern auch in guter Auflösung. Der Spaziergang dem Stausee entlang führt zu weiteren Sichtungen wie Kleinspecht, Seidenreiher und Eisvögeln. Zufrieden kehrt das Grüppli zurück, wird von Julia verabschiedet und geniesst in der Idylle des kleinen Naturschutzzentrums noch ein Picknick und die meisten auch eine der vielen kleinen Leckereien, die nebst diversen Souvenirs, Büchern und Karten angeboten werden. Erfüllt von vielen spannenden Eindrücken und Informationen, aber auch der Schönheit und Ruhe der Natur, geht es wieder zurück ins heimische Gränichen.



































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