Spannender Einblick in die Sanierung des Lümbeler-Weihers mit anschliessender Generalversammlung
- Liliane Glauser & Sabrina Müller
- vor 20 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
06.03.2026
Ein Weiher mit grosser Bedeutung
Der Vortrag zum Thema „Sanierung Lümbeler-Weiher und seine Wichtigkeit für die Biodiversität“ von Jamyra Gehler (creanatira) begann – ganz im Stil moderner Technik – mit Verzögerung. Der geplante Apéro erleichterte das Warten und die Anwesenden bewiesen mit Leichtigkeit Geduld und Humor. Schlussendlich rettete uns genau diese moderne Technik und ihre Möglichkeiten und wir konnten spontan auf eine Live-Video-Übertragung umsatteln, um unseren Gästen einen informativen Einblick in die Welt der Weiher, insbesondere des Lümbeler-Weihers, zu bieten.
Wissenschaftlich gesehen handelt es sich bei einem Weiher um ein langlebiges Flachgewässer ohne tiefe Wasserschicht, wie man sie von Seen kennt. Dadurch können Wasserpflanzen praktisch überall im Gewässer wachsen – ein Paradies für viele Tierarten.
Weiher gehören zu den Feuchtgebieten und spielen für die Natur eine erstaunlich grosse Rolle: Rund 80 Prozent der heimischen Tierarten sind zumindest zeitweise auf solche Lebensräume angewiesen. Gleichzeitig wirken sie als Wasserspeicher, helfen beim Wasserausgleich und tragen sogar zur Klimaregulierung bei.
Teamarbeit für den Lümbeler-Weiher
Beim Lümbeler-Weiher wurde eine Sanierung nötig, weil das Gewässer zunehmend verlandete. Damit der Weiher wieder zu einem wertvollen Lebensraum werden konnte, arbeiteten mehrere Fachpersonen und Institutionen zusammen. Jamyra Gehler übernahm die Projektplanung, Hanspeter Lüem begleitete das Projekt auf Seiten der Gemeinde, die Firma Müller aus Stetten kümmerte sich um den Lehmkörper des Weihers, und der Forst Gränichen-Unterkulm übernahm Rodungsarbeiten sowie den Abtransport des Materials.
Auch finanziell wurde das Projekt breit abgestützt. Die Gemeinde Gränichen konnte dabei auf eine grosszügige Spende der Ortsbürgerkommission von CHF 20'000.00 zählen. Zusätzlich unterstützte der Kanton Aargau das Projekt im Rahmen der Zielartenförderung – unter anderem zugunsten der Geburtshelferkröte. Dafür gebührt allen Beteiligten ein grosses Dankeschön im Namen der Natur und der Gränicher Bevölkerung.
Arbeit hört nach der Sanierung nicht auf
Mit der Fertigstellung des Weihers beginnt für den Natur und Vogelschutz Gränichen (NVG) erneut – nach wenigen Jahren Pause - die Aufgabe des Unterhalts. Dazu gehört unter anderem, Gehölze im Umkreis von drei Metern vom Weiher fernzuhalten, das Gras regelmässig mit dem Balkenmäher zu schneiden oder Weiden zu bekämpfen. Deren lange Wurzeln könnten sonst den Lehmkörper beschädigen.
Erste tierische Besucher
Zum Abschluss des Referats blieb noch Zeit für Fragen aus dem Publikum. Dabei kam zur Sprache, dass die Wasserzufuhr gut funktioniere und der Weiher bereits schön gefüllt sei. Auch ein Ablauf sei vorhanden und funktioniere wie geplant. Zudem begutachteten nicht nur menschliche, sondern auch tierische Anwohner bzw. Bewohner den neuen Lebensrau:
Hanspeter Lüem berichtete von einem Besuch beim Weiher in der vergangenen Woche, bei dem rund hundert Grasfrösche ein regelrechtes Konzert veranstalteten.
Beste Voraussetzungen also, dass auch die Zielart des Projekts – die Geburtshelferkröte – bald den Weg zum Lümbeler-Weiher findet. Die Bühne dafür wäre jedenfalls bereit.
Generalversammlung
29 Mitglieder und Interessierte folgten der Einladung zur diesjährigen Generalversammlung des NVGs. Neben den statutarischen Geschäften bot der Abend auch einen lohnenswerten Rückblick auf die vielen schönen Anlässe und gelungenen Arbeitstage.
Gegen Ende der Versammlung wurde die abtretende Aktuarin Sabrina Müller mit herzlichen Worten und einem Geschenk verabschiedet. Ihr Engagement und gestalterisches Flair wurde sehr geschätzt. Gleichzeitig kam es zu einem Stühlerücken von der Revision in den Vorstand: Regina Heller übernimmt neu das Amt der Aktuarin, während Manuela Suter künftig als Revisorin amtet.
Ein besonders sympathisches Detail wartete am Ende der Versammlung auf die Gäste: Nebst dem leckeren Dessert lockte als kleines Mitbringsel die hübsche Tischdekoration. Ein frühlingshaft umgarntes, bienenfreundliches Blümchen durfte mit nach Hause genommen werden. Eine hübsche Erinnerung an den Abend und gleichzeitig ein kleiner Beitrag zur Biodiversität im eigenen Garten.

































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