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Herbstmarkt

21.10.2023


Ausserordentlicher Besuch aus Afrika

Ausnahmsweise und extra für den vom Natur und Vogelschutz (NVG) organisierten Herbstmarkt kam ein Neuntötermännchen – ein Vogel aus der Familie der Würger - im Herbst nach Gränichen, um bei der Aufklärung über die Wichtigkeit von einheimischen Hecken mitzuhelfen. Um diese Jahreszeit normalerweise bereits wieder zurück in Afrika, sass er am 21. Oktober am Informationsstand des NVG typischerweise zuoberst auf der liebevoll inszenierten Mischhecke. Die Besucherinnen und Besucher des Herbstmarktes erfuhren, dass Hecken als lebendige Ökosysteme vielen Tieren, insbesondere dem Neuntöter, unverzichtbaren Lebensraum bieten. In der Hecke am Marktstand tarnten sich zur Veranschaulichung verschiedene Insekten, welche dem Vogel mit der dunklen Augenmaske als Nahrungsquelle dienen. Auch ein Igel schaute zwischen den Heckenstauden hervor und in einem Nest konnten aufmerksame Augen die nachgebildeten Eier eines Neuntöterweibchens zählen. Wer gut beobachtete und die Informationstafel gelesen hatte, bekam die Chance, beim Glücksrad bei korrekter Beantwortung einer Frage einen Apfel oder einen Meisenknödel zu ergattern. Wer Pech hatte und auf einer Niete landete, bekam immerhin einen Neophytensack mit Broschüre, um für die neue Saison gerüstet gegen invasive Pflanzen vorgehen zu können.


Zugegeben: In Wahrheit war der hohe Vogelbesuch ein ausgeliehenes Präparat des Naturamas Aarau. Wer einen echten Neuntöter entdecken will, muss auf die nächste Brutsaison warten, welche von Mai bis Juli dauert. Der NVG ist zwecks Artenförderprojekt auch im 2024 wieder an den Gränicher Hecken-Hotspots für Neuntöter anzutreffen und hofft, den diesjährig erfreulichen Bruterfolg von 13 Jungvögeln toppen zu können!


Tolle Angebote aus der Region

«Dasch e mega cooli Usstellig», war das Fazit eines Jungen, welches wir gerne so unterschreiben. Hätte der Neuntöter losfliegen und das Lindenzentrum erkunden können, hätte er auch bei den anderen 19 Marktständen fröhliche Gesichter, gute Gespräche und abwechslungsreiche Angebote mit feinem Duft von regionalen Produkten wie Käse, Gemüse, Öl, Brot, Fleisch, Honig, Crêpe, Gin und mehr wahrgenommen. Er hätte sich an dem einheimischen und exotischen Pflanzenangebot, schönem Handwerk, spannenden Kinderbüchern und dem Stand der Igelhilfe erfreut und den Kindern beim Schminken durch den Familienverein zugesehen. Und dies alles, ohne nass zu werden, denn das Wetter spielte bis zum Schluss mit und der Markttag verging – in der Tat - wie im Flug.



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