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Nistkastenkontrolle

28.10.2023


Ostern-Feeling im Herbst

Ein bisschen ist es ja wie Ostern und Detektivarbeit in einem – man sucht Nester mit Überraschungen, nur, dass man einen Plan zur Hand hat, um konkret auf Spurensuche zu gehen. Freude und Spannung sind bei Gross und Klein spürbar, wenn man zur alljährlichen Nistkastenkontrolle einen Nistkasten öffnet. Wurde der Nistkasten zum Brüten genutzt? Welche Vogelart hinterliess ihre Spuren? Und manchmal ertappt man einen heimlichen Untermieter, der sich die aufwändig gebauten Nester von Sperling, Meisen, Trauerschnäpper und Co. als Schlaf- oder Jagdplatz zu Nutze macht. Dieses Jahr wurden beispielsweise von Siebenschläfer plattgedrückte Nester entdeckt, eine Haselmaus weiterschlafen gelassen und eine Spinne in Jagdposition umgesiedelt. Ach ja, und nicht zu vergessen, das ungelöste Rätsel der gestohlenen Grillwurst, gefunden in einem der Kauzenkästen! Ein weiteres Highlight waren auch dieses Jahr einzelne Kauze, welche aus den Federn geholt, anmutig und lautlos das Weite suchten, sobald man sich der Kontrolle ihrer Nester widmen wollte.


Vögeliwohl

In 17 Gebieten in Gränichen sind vom Natur- und Vogelschutz 197 Höhlenbrüter- und halboffene Nistkästen platziert, zudem 16 Kauzenkästen und 5 Nisthilfen für die Wasseramsel. Anhand der Nesterbauweise konnten auch Doppelbelegungen verbucht werden. So brütete beispielsweise zuerst ein Kleiber in einem Kasten und später in der Saison noch eine Meisenfamilie. Die Vögel scheinen sich in Gränichen «vögeliwohl» zu fühlen, was die hohe Belegungsquote auch dieses Jahr bestätigt. Von den 218 aufgehängten Nistkästen waren sage und schreibe 203 von folgenden Vogelarten genutzt: Wasseramsel, Waldkauz, Haussperling, Feldsperling, Kohlmeise, Blaumeise, Haubenmeise, Trauerschnäpper, Kleiber, Zaunkönig.



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